Trinkwasserleitungen in der Hausinstallation

7 Zusammenfassung

Bis heute ist die Entwicklung keines Werkstoffes in der Hausinstallation so ausgereift, daß unter allen Bedingungen Trinkwasser durch das Rohrleitungsmaterial unbeeinflußt bleibt und die Herstellung des Werkstoffes als umweltverträglich einzustufen ist. Die Wasserbeschaffenheit, insbesondere der pH-Wert und die Wasserhärte, hat einen großen Einfluß auf die Korrosionsbeständigkeit  von Metallrohren, so daß durch Entsäuerung des Wassers die Situation generell verbessert werden kann. Trotzdem müssen Bleirohrleitungen sobald wie möglich ausgetauscht werden.

Die heute gebräuchlichen Kupferrohre sind vor allem für Säuglinge schädlich, hier sollte das Wasser regelmäßig kontrolliert und darauf geachtet werden, daß Kleinkinder nicht mehr als die täglich benötigte Dosis Kupfer durch das Trinkwasser aufnehmen. Auch wenn verzinkte Stahlrohre heutzutage kaum noch Cadmium enthalten, stellen sie in Gegenden mit nitrathaltigem Trinkwasser ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko dar, weil sich das giftige Nitrit bilden kann.

Nach dem heutigen Stand der Technik sind Edelstahlrohre, neben Kunststoffrohren aus Polyethylen, am ehesten zu empfehlen. Sie sollten allerdings nicht mit anderen Metallrohren kombiniert werden. Bei den Kunststoffrohren scheidet PVC wegen der Umweltbelastung in der gesamten Produktlinie aus. PE-Rohre scheinen jedoch momentan mit die beste Lösung zu sein.

Bei Glas- und Keramikrohren sind die technischen Probleme noch nicht so weit gelöst, daß sie als praktische Alternative schon in Frage kommen.