Informationen zum ökologischen Umgang mit Kopiergeräten

Papierherstellung und -verbrauch

Die Bundesrepublik Deutschland ist nach den USA und Japan der drittgrößte Papierverbraucher der Welt. Der Pro-Kopf-Papierverbrauch hat sich seit 1950 versiebenfacht. Der überwiegende Anteil des dafür benötigten Zellstoffes wird importiert. Auf der anderen Seite werden in den Zellstofferzeugerländern Kanada und Rußland durch Kahlschläge große Gebiete unberührten Urwaldes abgeholzt.

Mit einem Gesamtverbrauch von 14,6 Mio. Tonnen Papier, Pappe und Karton pro Jahr gehören die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland nach denen in den USA und Japan zu den Spitzenverbrauchern. Pro Kopf verbrauchten die Bundesbürger im Jahr 1990 231 kg Papier, etwa siebenmal soviel wie im Jahr 1950.

Der Grund für den hohen Papierverbrauch liegt in der zunehmenden Verbreitung und Archivierung von Informationen (Werbung, Zeitschriften etc.), der Verpackung von Produkten, und dem gestiegenen Bedarf an Hygieneartikeln.

Auch unter den Papierproduzenten liegt die Bundesrepublik mit 11,6 Mio. Tonnen pro Jahr unter den europäischen Herstellern auf Platz eins. Die zur Papierherstellung notwendigen Faserstoffe werden jedoch nur zu 20% im eigenen Land hergestellt. 80% sind Importe aus dem Ausland. Die Hauptexporteure von Zellstoff sind Nordamerika, Skandinavien und Rußland.Mit einem Gesamtverbrauch von 14,6 Mio. Tonnen Papier, Pappe und Karton pro Jahr gehören die Menschen in der Bundesrepublik Deutschland nach denen in den USA und Japan zu den Spitzenverbrauchern. Pro Kopf verbrauchten die Bundesbürger im Jahr 1990 231 kg Papier, etwa siebenmal soviel wie im Jahr 1950.

Der Grund für den hohen Papierverbrauch liegt in der zunehmenden Verbreitung und Archivierung von Informationen (Werbung, Zeitschriften etc.), der Verpackung von Produkten, und dem gestiegenen Bedarf an Hygieneartikeln.

Auch unter den Papierproduzenten liegt die Bundesrepublik mit 11,6 Mio. Tonnen pro Jahr unter den europäischen Herstellern auf Platz eins. Die zur Papierherstellung notwendigen Faserstoffe werden jedoch nur zu 20% im eigenen Land hergestellt. 80% sind Importe aus dem Ausland. Die Hauptexporteure von Zellstoff sind Nordamerika, Skandinavien und Rußland.




Umweltschäden durch die Holzproduktion

Mit der Papierherstellung verbinden die wenigsten Menschen Umweltprobleme, wie sie z.B. im Zusammenhang mit der Kunststoffherstellung häufig diskutiert werden. Papier hat ein sauberes, "weißes" Image, da es aus dem "biologischen" Rohstoff Holz gewonnen wird. Ebenso wenig ist in der breiten Bevölkerung bekannt, daß zur Zellstoffherstellung vorrangig in Kanada und in Rußland großflächige, unberührte Waldgebiete nach der Methode des Kahlschlags "abgeerntet" werden.

Intakte Ökosysteme mit einer zum Teil überhaupt noch nicht bekannten und untersuchten Flora und Fauna werden damit zerstört. Wenn die Forstwirtschaft dort überhaupt wieder Bäume anpflanzt, baut sie meist schnellwachsende Nadelhölzer in Monokulturen an. Mit dieser Bewirtschaftungsform verursacht sie eine große Anfälligkeit gegen Schädlinge. Dies macht den Einsatz von Pestiziden erforderlich, die sich im Grundwasser wiederfinden lassen. Auch großflächige Sturmschäden treten vorrangig in den von der Intensivforstwirtschaft genutzten Monokulturen auf. Nach einer Schätzung der Umweltorganisation Greenpeace wird der kanadische Urwald bei Beibehaltung der augenblicklichen Abholzungspraxis in rund 30 Jahren zerstört sein.




Umweltbelastungen bei der Zellstoffherstellung

Die Hersteller von Zellstoff verwenden das sogenannte Sulfatverfahren oder das Sulfitverfahren. Das Sulfatverfahren ist umweltbelastender, da giftige Schwefelverbindungen freigesetzt werden und es mit Geruchsbelästigungen verbunden ist. Aus diesen Gründen wird es in der BRD nicht mehr angewandt. Wegen des großen Importanteils stammen jedoch 70% des in Deutschland verarbeiteten Zellstoffs aus dem Sulfatverfahren.

Ein weiterer umweltbelastender Schritt bei der Papierproduktion ist der Bleichprozeß. Wenn dieser Schritt mit Chlorverbindungen vorgenommen wird, entstehen eine Vielzahl chlororganischer Verbindungen, die über das Abwasser in die Umwelt abgegeben werden und aufgrund ihrer Giftigkeit, Anreicherungsfähigkeit und Langlebigkeit für Mensch und Umwelt gefährlich sind. Werden dagegen Sauerstoffverbindungen eingesetzt, so entstehen diese Stoffe nicht.




Jeder kann handeln

Auf viele dieser Fragen hat jeder direkten oder indirekten Einfluß. Vor allem durch den drastischen Anstieg des Papierverbrauchs waren wir an dem oben beschriebenen Prozeß beteiligt und können ihn daher ändern.

Wie diese Veränderungen im einzelnen im Kopierladen aussehen können, erfahren Sie in dieser Broschüre.




Weitere Informationen und interessante Links:
 
Studie: Evelyn Schönheit:
Einsatz von Recyclingpapier im Bürobereich
ISBN 3-934490-14-X
NABU NRW e.V., Merowinger Str. 88,
40225 Düsseldorf



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